Es ist AUS. Aus und vorbei mit den 30 Tagen ohne Video-Streaming-Dienste. Oder doch nicht?
Eine ganze Woche ist es schon her, dass meine 30-Tage No-Video-Streaming-Dienste-Challenge vorbei ist. Und doch habe ich sie weitergeführt... unbewusst. Wie ich mich fühle? Gut.
Nochmal zum Hintergrund. Im Rahmen eines Seminars in meinem Masterstudium, sollten die Studierenden einen 30-tägigen Selbstversuch wagen. Zum Thema Umweltbewusstsein und Umwelthandeln. Und da wir alle doch schon recht umweltbewusst leben und handeln, bleit da irgendwie nicht mehr soo viel übrig, was man noch machen kann. Klar, the sky is the limit. Es geht immer noch besser, aber... Na ja, also haben meine Kommilitonin und ich überlegt: was können wir denn NOCH tun? Auf Nachfrage beim von uns damals frisch entdecktem ChatGPT hatten wir auf einmal dutzende Ideen (vorgelegt bekommen). Unter anderem das:
"Einen Monat lang auf den Gebrauch von unnötigem Elektronikgeräten, wie z.B. Fernseher, Computer und Handy verzichten, oder nur begrenzt und bewusst damit umgehen".
Gut, irgendwie nicht so praktisch, wenn man im Studium täglich mit Laptops arbeitet. Dadurch kamen wir aber auf die Idee, dass Video-Streaming-Dienste vermutlich ziemlich viel Energie verbrauchen... Ich persönlich habe zu dem Zeitpunkt täglich YouTube genutzt. Für alles mögliche. Manchmal war es gar mal so unnötig, ziemlich interessant und praktisch. Dann gab es da aber auch diese Tage, wo ich mir einfach nur Schrott angeschaut habe. Wofür? Um den Dopamin-Durst zu stillen, den wir alle in diesem Digital-Age entwickelt haben. Was ist die Lösung? Entzug! Also fragten wir bei ChatGPT nach.
"Der Energieverbrauch von YouTube-Servern hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. der Anzahl der Nutzer, die das System gleichzeitig nutzen, sowie der Anzahl der hochgeladenen Videos und deren Länge. Eine Schätzung des Energieverbrauchs von YouTube-Servern ist schwierig, da das Unternehmen keine genauen Angaben darüber macht.
Allerdings gibt es Schätzungen und Studien die besagen, dass der Energieverbrauch von Video-Streaming-Diensten wie YouTube erheblich ist. Eine Studie von The Shift Project, einer französischen Umweltorganisation, hat ergeben, dass die CO2-Emissionen von Video-Streaming-Diensten im Jahr 2018 etwa 4 % des weltweiten CO2-Ausstoßes ausmachen, was ungefähr so viel ist wie der CO2-Ausstoß von Spanien. Eine andere Studie, von der Universität von Massachusetts, hat ergeben, dass das Streamen von einer Stunde Video auf YouTube ungefähr 0,15 kWh Energie verbraucht, was etwa so viel ist wie das Laden eines Smartphones für eine Woche.
Es ist wichtig zu beachten, dass Google, der Eigentümer von YouTube, in den letzten Jahren viel getan hat um seine Energieeffizienz und die Nutzung erneuerbarer Energiequellen zu verbessern, und ist eines der Unternehmen mit den höchsten Einsatz von erneuerbaren Energien. Es gibt also Bemühungen, die Umweltbelastung zu reduzieren."
Interessant. Und ziemlich sinnvoll. Tja und so ist dieser Selbstversuch entstanden.
Über 30 Tage später und ich muss wirklich sagen, dass ich keine großen Gelüste mehr auf YouTube und Co habe. Als die Challenge vor einer Woche vorbei war, da habe ich mir bestimmt eine halbe Stunde lang Musikvideos auf YouTube angeschaut und war dadurch noch später am Bett als ich es ohnehin schon gewesen wäre. Eigenverantwortung natürlich. Und danach? Habe ich die Website gar nicht mehr so wirklich benutzt. Außer für meine täglichen Yoga-Sessions. Aber das habe ich ja die ganze Challenge über schon gemacht. Meine persönliche Ausnahme. Wie viel Energie ich dadurch gespart habe? Keine Ahnung. Aber da ist sicherlich was bei rum gekommen. Spotify war meine Kompensation. Was das am Ende wohl energietechnisch ausmacht? Und heute Abend, da dachte ich mir, ich versuche es mal wieder mit YouTube. No chance. Diese lauten, schrillen Stimmen. Die Farben, die Lichter, diese Unruhe. Vielleicht habe ich die falschen Videos angeklickt. Oder es lag an meiner Stimmung. Wie dem auch sei. Ich bin gespannt wie lange diese Abneigung noch anhält.
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